Nachgefragt: Büro für Leichte Sprache Lebenshilfe Sachsen e.V.

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Das Hurraki Tagebuch stellt regelmäßig ein
Büro für Leichte Sprache vor.
Heute stellen wir das
Büro für Leichte Sprache Lebenshilfe Sachsen e.V. vor.

Anja Dworski vom Büro für Leichte Sprache Sachsen
hat auf unsere Fragen geantwortet.

Was bedeutet Leichte Sprache für Sie?

Leichte Sprache ist wichtig.
Deshalb haben wir auch diesen Text in Leichter Sprache geschrieben.
Wir lesen jeden Tag viele Texte.
Oft sind die Texte schwer verständlich.
Das geht ganz vielen Menschen so.
Das ist anstrengend.
Leichte Sprache macht Texte verständlicher.
Sie hilft vielen Menschen, Sachen besser zu verstehen.
Leichte Sprache ist.

Das sind:

  • Menschen mit Lern-schwierigkeiten.
  • Menschen, die nicht so gut lesen können.
  • Menschen, die Deutsch lernen.
  • Menschen, die nicht so gut sehen können.
  • manche gehör-lose Menschen.
  • Und viele andere.

Wir können auch Leichte Sprache sprechen.
Damit viele Menschen Leichte Sprache kennen lernen,
machen wir auch Schulungen über Leichte Sprache.

Wer schreibt die Texte in Leichter Sprache?

Hauptsächlich ich: Anja Dworski.
Ich habe an der Uni Deutsch studiert.
Und ich habe beruflich schon immer viele Texte geschrieben.
Vor 7 Jahren habe ich Leichte Sprache kennengelernt.
Wenn wir viel zu tun haben,
können meine Kolleginnen helfen.
Auch sie kennen sich sehr gut mit Leichter Sprache aus.

Welche Hilfsmittel benutzten Sie?

Vor allem die Infos, die wir von den Kunden bekommen.
Das sind oft lange Texte.
Aber wir lesen auch viel nach.
Zum Beispiel in Fach-Büchern oder im Internet.
Wir haben viel Erfahrung mit Leichter Sprache.
Wir halten uns an die Regeln vom Netzwerk Leichte Sprache.
Und wir sind auch Mitglied im Netzwerk Leichte Sprache.

Wie werden die Texte auf Verständlichkeit geprüft?

Durch Menschen mit Lern-Schwierigkeiten.
Das sind unsere Prüfer und Prüferinnen für Leichte Sprache.
Wir haben die Prüfer und Prüferinnen geschult.
Damit sie sich trauen, ihre Meinung zu den Texten zu sagen.
Bei den Prüfungen merken wir immer wieder,
dass die Prüfer die Texte wirklich gut verstehen.
Und dass sie sich durch die Leichte Sprache für viele Themen interessieren.

Für wen schreiben Sie Texte?

Wir haben ganz unterschiedliche Kunden.
Das können Kunden von Vereinen sein oder aus der Politik.
Wir haben schon für verschiedene Museen gearbeitet.
In Museen können Sie zum Beispiel Kunst-Werke ansehen.
Für die Museen schreiben wir
Ausstellungs-Kataloge, Internet-Seiten oder Hör-Führungen.
Weil wir uns auch privat für Kunst-Werke interessieren,
macht uns das großen Spaß.
Einige Sachen, die wir geschrieben haben können Sie im Internet sehen:
www.leichte-sprache-sachsen.de/leichte-sprache/leistungen/arbeitsproben/arbeitsproben.php

Was kostet ein Text in Leichter Sprache?

Das ist sehr unterschiedlich.
Wir überlegen bei jedem Kunden neu:
Wie lange brauchen wir für den Text?
Wie kompliziert ist das Thema?
Brauchen wir zusätzliche Bilder?
Danach rechnen wir die Kosten aus.
Dann wissen die Kunden vorher genau, was die Texte kosten.

Welchen Text sollte es in Zukunft unbedingt auch in Leichter Sprache geben?

Ganz viele Texte.
Zum Beispiel alles, was wir für den Alltag brauchen.
Zum Beispiel Briefe vom Amt, Fahr-Pläne oder Internet-Seiten.
Wir glauben aber auch, dass Kultur sehr wichtig ist.
Deshalb sollte es auch viele Texte in Leichter Sprache über Kultur geben.
Zum Beispiel Romane, Theater-Stücke oder Kino-Programme.

Hier geht es zum Büro für Leichte Sprache von der Lebenshilfe Sachsen:
www.leichte-sprache-sachsen.de

Das Büro für Leichte Sprache von der Lebenshilfe Sachsen bei Facebook:
www.facebook.com/leichtesprachesachsen/

Das ist die Adresse vom Büro für Leichte Sprache von der Lebenshilfe Sachsen:
Heinrich-Beck-Straße 47
09112 Chemnitz

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