Jurist

Aus Hurraki - Wörterbuch für Leichte Sprache
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Jurist ist ein Beruf.

Bei Frauen heißt der Beruf Juristin.

Ein Jurist kennt sich mit Gesetzen aus.

Gesetze enthalten Regeln für das Zusammen·leben der Menschen.


Das Problem ist:

Es gibt sehr viele Gesetze.

Und es gibt sehr viele Regeln.

Außerdem sind die Regeln häufig in einer schweren Sprache formuliert.

Die Menschen brauchen deshalb die Hilfe von Juristen:

Welche Regeln gelten in welcher Situation?

Und wie lauten die Regeln in einfacher Sprache?


Juristen finden für jede Situation die passenden Regeln in den Gesetzen.

Und Juristen können die schwere Sprache in Gesetzen verstehen.

Das haben Juristen mehrere Jahre an einer Universität gelernt.

Das Studium heißt Jura oder Rechts·wissenschaften.


In der Praxis haben Juristen ganz unterschiedliche Aufgaben.


Die meisten Juristen sind Rechts·anwälte.

Bei Frauen heißt der Beruf Rechts·anwältin.

Rechts·anwälte beraten Menschen in Rechts·fragen:

Welche Rechte haben die Menschen?

Und welche Pflichten haben die Menschen?

Außerdem vertreten Rechts·anwälte Menschen vor Gericht.

Das bedeutet: Sie sprechen für die Menschen vor Gericht.

Und sie fordern ihre Rechte ein.

Rechts·anwälte haben vor allem mit Regel·verstößen zu tun.

Häufig streiten zwei oder mehr Menschen um ihre Rechte und die geltenden Regeln.

Ein Rechts·anwalt hilft dann immer nur einem dieser Menschen.

Man sagt auch: Rechts·anwälte sind parteilich.


Andere Juristen sind Richter.

Bei Frauen heißt der Beruf Richterin.

Richter arbeiten in Gerichten.

Sie treffen Entscheidungen:

Welche Regel gilt?

Wer hat Recht?

Welche Strafe bekommt ein Straf·täter?


Einige Juristen sind Staats·anwälte.

Bei Frauen heißt der Beruf Staats·anwältin.

Staats·anwälte verfolgen Straf·taten und bringen Straf·täter vor Gericht.

Doch auch Straf·täter haben Rechte.

Für Straf·täter gibt es spezielle Rechts·anwälte.

Diese Rechts·anwälte heißen Straf·verteidiger.

Bei Frauen heißt der Beruf Straf·verteidigerin.


Manche Juristen arbeiten als Notar.

Bei Frauen heißt der Beruf Notarin.

Notare kennen sich zum Beispiel mit Verträgen aus.

In Verträgen können zwei oder mehr Menschen Regeln miteinander vereinbaren.

Diese Regeln gelten dann nur zwischen diesen Menschen.

Die Menschen heißen Vertrags·partner.

Verträge zu schreiben ist schwer.

Denn die Vertrags·partner haben unterschiedliche Interessen.

Trotzdem soll jeder Vertrags·partner mit dem Vertrag einverstanden sein.

Notare sind immer für alle Beteiligten da.

Man sagt auch: Sie sind unparteilich.


Das sind die wichtigsten Aufgaben von Juristen.

In der Praxis arbeiten Juristen aber auch noch in ganzen anderen Arbeits·feldern.

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