Nachgefragt: Büro für Leichte Sprache vom Zentrum für Inklusion

Leichte Sprache Logo von Inclusion Europe

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Das Hurraki Tagebuch stellt regelmäßig ein
Büro für Leichte Sprache vor.
Heute stellen wir das
Büro für Leichte Sprache vom Zentrum für Inklusion vor.

Vanessa Schmidt vom Büro für Leichte Sprache vom Zentrum für Inklusion
hat auf unsere Fragen geantwortet.

Was bedeutet Leichte Sprache für Sie?

Leichte Sprache bedeutet für uns: Barrieren abbauen und Teilhabe ermöglichen. Wenn jeder alles versteht, dann kann auch jeder überall mitreden und mitmachen. Das ist uns wichtig.

Viele Informationen beeinflussen unseren Alltag. Wir nutzen Zeitungen und Informationen im Internet, lesen Broschüren, Bücher und Bedienungsanleitungen oder stellen Anträge bei Versicherungen, Krankenkassen und Behörden. Oftmals sind diese Texte schwer verständlich und für Menschen mit Einschränkungen ungeeignet.

Wir machen diese Texte leicht, damit alle über alles Bescheid wissen können.

Wer schreibt die Texte in Leichter Sprache?

Unser wichtigstes Hilfsmittel ist unsere Prüfgruppe. Wir haben Menschen mit Lernschwierigkeiten geschult und nun prüfen sie unsere Übersetzungen.
Natürlich halten wir uns aber auch ans Regelwerk für Leichte Sprache und fragen nach bei Fachleuten und im Internet, wenn wir das Behördendeutsch, das wir übersetzen sollen, selbst mal nicht verstehen. Nur so können wir richtig übersetzen und die Texte wirklich leicht machen.

Welche Hilfsmittel benutzten Sie?

Unser wichtigstes Hilfsmittel ist unsere Prüfgruppe. Wir haben Menschen mit Lernschwierigkeiten geschult und nun prüfen sie unsere Übersetzungen.
Natürlich halten wir uns aber auch ans Regelwerk für Leichte Sprache und fragen nach bei Fachleuten und im Internet, wenn wir das Behördendeutsch, das wir übersetzen sollen, selbst mal nicht verstehen. Nur so können wir richtig übersetzen und die Texte wirklich leicht machen.

Wie werden die Texte auf Verständlichkeit geprüft?

Natürlich von unserer Prüfgruppe. Unsere „Experten in eigener Sache“ geben uns immer ehrliches Feedback. Ist etwas zu schwer, fliegt es aus dem Text raus. Dadurch bekommen auch wir immer wieder einen neuen Blick auf die Texte.

Für wen schreiben Sie Texte?

Für jeden, der Informationen für jeden zur Verfügung stellen will. Wir schreiben viele Texte für unseren Träger, das Pilgerhaus Weinheim. Aber natürlich nicht nur dafür. Wir arbeiten eng mit dem Behindertenbeauftragten des Rhein-Neckar-Kreises, Patrick Alberti, zusammen und haben für ihn schon seinen letzten Jahresbericht übersetzt. Eines unserer größten Projekte war die Zusammenarbeit mit der regionalen Tageszeitungen hier vor Ort, den Weinheimer Nachrichten. Im Juni wurde hier ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Menschen mit Behinderung haben den Kandidaten Fragen gestellt. Die Antworten wurden von uns in Leichte Sprache übersetzt und in der Zeitung veröffentlicht. Und gerade läuft ein neues großes Projekt: Wir übersetzen die Internetseite der Stadt Weinheim, die das Behindertengleichstellungsgesetz umsetzen und ihre Informationen auch in Leichter Sprache anbieten möchte.

Was kostet ein Text in Leichter Sprache?

Das ist ganz unterschiedlich und hängt davon ab, wie lang und schwer der Ausgangstext ist. Die Lokalisierung einer Internetseite ist zum Beispiel viel aufwändiger als ein Flyer.

Welchen Text sollte es in Zukunft unbedingt auch in Leichter Sprache geben?

Möglichst viele Texte des alltäglichen Lebens. So kann jeder mitreden und mitmachen.

Hier geht es zum Büro für Leichte Sprache vom Zentrum für Inklusion:
https://pilgerhaus.de/erwachsene-mit-behinderung/zentrum-fuer-inklusion/buero-fuer-leichte-sprache/

Das ist die Adresse vom Büro für Leichte Sprache vom Zentrum für Inklusion:
Elisabethstraße 9
69469 Weinheim

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